Energy-Hackathon mit Daten aus dem Micro Smart Grid!

On Oktober 2, 2017

Energy-Hackathon mit Daten aus dem Micro Smart Grid!

Stromnetz Berlin, die Open Knowledge Foundation und das WindNODE-Projekt luden am 22. und 23. September zum Energy-Hackathon auf den EUREF Campus. An diesem Event durften alle leidenschaftlichen Software- und Hardwareentwickler 48 Stunden lang Innovationen im Bereich Stromnetze und Elektromobilität erfinden. Für die besten Ideen stellten die Organisatoren bis zu 30.000 Euro in Aussicht.

Der Einladung zu diesem Event folgten deutlich mehr Interessierte als erwartet: 80 IT- und Energie-Experten aus der ganzen Bundesrepublik kamen zu uns auf den EUREF Camps, um an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten: Lösungen für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Energiesektor zu entwickeln.

Um das zu erreichen, war fast alles erlaubt, was mit Software oder Hardware möglich ist: Von professionellen 3D-Druckern bis hin zu Computer-Platinen war für die Teilnehmer alles vorhanden, was das Herz eines Hackers begehrt. Es gab nur eine einzige Vorgabe: Ausgangspunkt aller Ideen sollten “offene Daten” sein. Offenen (Energie-)Daten sind nicht personenbezogen und werden deswegen zunehmend z.B. von Energieversogern frei im Internet zur Verfügung gestellt.

So haben auch wir als Betreiber des Micro Smart Grids auf dem EUREF-Campus (mit der größten Stromtankstelle Deutschlands) Daten für die 80 Teilnehmer zur Verfügung gestellt. Mit Unterstützung von Schneider Electric erhielten die Teilnehmer Zugriff auf Zeitreihen-Daten mit z.B. von Elektroautos abgerufenen Lastgängen oder der Sonneneinstrahlung der Solaranlage auf dem Dach unserer zeemoBase.

Ganz nach dem Motto „Let’s hack for our future’s smart cities“, in denen intelligente Stromtankstellen und Elektroautos eine maßgebliche Rolle spielen werden, konnnten so die Teilnehmer unsere Daten zwei Tage lang analysieren und so ein besseres Verständnis für die Energieflüsse, z.B. von Elektroautos, entwickeln.

Neben der Arbeit an Projekten boten wir zusammen mit den Veranstaltern ein umfangreiches Rahmenprogramm an, das sich reger Beteiligung erfreute: Die Teilnehmer wurden in einer zweistündigen Führung mit der Geschichte des EUREF-Campus und den hier eingesetzten Energie-Technologien vertraut gemacht. Dabei erhielten sie auch Einblicke in das Herzstück des Micro Smart Grids: Die intelligente Steuerung, die die Energieflüsse zwischen den Erzeugungsanlagen (PV, Wind, BHKW) und Vebrauchern intelligent verwaltet. Auch unser hybrides Elektroauto, der Mitsubishi Outlader, stand den Teilnehmern für Testfahrten zur Verfügung.

Nach Ablauf der 48 Stunden wurden die besten Projekte vorgestellt. Staundend verfolgten die Teilnehmer Präsentationen von insgesamt zehn resultierenden Innovationen – allesamt tolle Ideen, die in unterschiedlichen Anwendungsbereichen Energieeffizienzen erhöhen. Eines der Siegerprojekte nannte sich “EVCount”: Inspiriert von der Idee unseres Micro Smart Grids wollten die Projektmitglieder die Energie-Nachfrage von Elektroautos in Smart Cities erörtern. Damit könnten z.B. Micro Smart Grids optimal in einer Stadt allokiert werden. Diese Energie-Nachfrage von Elektroautos kann EVCount vollautomatisiert ermitteln, da sich die Projektmitglieder erfolgreich die mächten Technologien des Machine Learnings zu Nutze machen konnten. Toll!

Wir von inno2grid und Schneider Electric haben sehr gerne bei dieser Veranstaltung unterstützt und danken den Organisatoren, wie auch den Teilnehmern herzlich für die guten Gespräche und Ideen!

Weiterführende Links:

Bildrechte: „CC-BY 4.0 Energyhack, Foto: Leonard Wolf“

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